Soft-Skills Business

Vorträge

Vorträge (Keynotes) sind eine gute Art, sich Anregung und Inspiration für den Alltag zu holen.

Als Themen kann ich anbieten:

  • Was sind Soft Skills?
  • Vom Führungsstil zur Führungspersönlichkeit
  • Konflikt als Chance
  • Unter hohem Druck gesund und leistungsfähig bleiben
  • Wie entwickle ich Gelassenheit?
  • Optimale Zusammenarbeit in Teams, Arbeits- und Projektgruppen
  • Endlich Stille im Kopf: Wie funktioniert "abschalten"?

Jeder dieser Vorträge dauert zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden.

("Konflikt als Chance" und "Endlich Stille im Kopf" gibt es als Audio-CD in unserem Web-Shop.)

Miteinander sprechen

Kommunikation im Betrieb

Ein grüßendes Nicken hier, ein freundliches Lächeln da, die Kleidung wie sie sein soll, der Gang gemessen, nicht zu schnell, nicht zu langsam - die Botschaft an die Welt heißt "Alles paletti." Man wechselt ein paar Worte über das Thema des Tages, schimpft ein wenig mit, wenn das Gespräch auf den Sündenbock des Monats kommt, beteiligt sich kurz an den Spekulationen über die Pläne der Geschäftsleitung für die kommenden Jahre - und zieht sich dann unauffällig zurück in das einsame aber schützende Jetzt des eigenen Büros: endlich alleine.

Eine der Aufgaben, die ich mir in meinen Seminaren stelle, ist, die Teilnehmer wieder für echte Kommunikation zu begeistern. Echte Kommunikation ist nicht selbstverständlich. Mit wem soll/kann ich worüber sprechen? Wem darf ich gefahrlos zeigen, wie mir wirklich zumute ist? Man ist ja schließlich nicht als Mitmensch angestellt, sondern als Funktionsträger: also heißt die Devise funktionieren, und nichts anders.

Jedes Unternehmen hat seine ganz eigene Unternehmenskultur. Ich meine beobachten zu können, daß die Qualität dieser Kultur auffallend oft mit dem Produkt zusammenzuhängen scheint, das dieses Unternehmen verkauft. Versicherungen machen ihr Geschäft mit der Angst - und neigen dazu, intern ausgesprochene Angstkulturen zu entwickeln. Bei den Automarken hängt es sehr vom Stil der Modellpalette ab, ob sich eine Kultur der Eitelkeiten entwickelt, eine Macher- und Machokultur oder eine konservativ-hierarchische Hackordnung. Pharma-Firmen neigen dazu, etwas kühl zu sein, steril, und bei Sportartikelherstellern findet man dynamisches Chaos.

Auch die verschiedenen Erscheinungsformen der Nicht-Kommunikation unterscheiden sich deutlich im Stil. Gemeinsam sind ihnen allen zwei Faktoren. Zum einen geht viel kreatives Potential durch Nicht-Kommunikation verloren. Ideen werden nicht kommuniziert, etwa aus Angst, unangenehm aufzufallen, oder auch aus der bitteren Erfahrung, daß gute Ideen bisher immer irgendwo im bürokratischen Morast versickert sind. Ich höre oft den Spruch: "I wissat scho, oba mi frogt jo koana." Kritik wird nicht geübt, egal, wie angebracht sie wäre und wie konstruktiv sie geäußert würde. Nur nichts riskieren.

Die andere Folgeerscheinung ist die Einsamkeit der in kommunikationsarmen Strukturen verflochtenen Menschen. Ich weiß, das Wort Einsamkeit klingt etwas übertrieben. Ist es aber nicht. In meinen Seminaren stelle ich immer wieder die Frage, ob denn von den Anwesenden jemand innere Selbstgespräche kennt, die schwer abzustellen sind und manchmal ausgesprochen lästig, ja qualvoll werden können. Regelmäßig heben zwei Drittel der Teilnehmer die Hand. (Viele von ihnen können sie nicht einmal nachts abstellen!) Wir kennen dieses Phänomen aus alten Zoos, wo Bären in viel zu kleinen Käfigen stereotype Bewegungen vollführen, die nur noch die Funktion haben, ein unerträgliches Defizit halbwegs erträglich zu machen. Man nennt diese Verhaltensweise Hospitalismus. Ich denke, es gibt eine Art Kommunikations-Hospitalismus, der dazu führt, daß Menschen im Kopf stille Selbstgespräche führen, in fortgeschrittenen Stadien auch laut.

Eine Versicherungsgesellschaft, bei der ich mich um die Verbesserung der internen Kommunikationskultur bemühen durfte, baute in ihrem neuen Bürogebäude kleine Cafeterias in jedem Stockwerk ein (als kommunikationsfördernde Maßnahme und um die bisher obligate Kaffeemaschine in jedem Büro zu vermeiden). Dort sollten die Angestellten gelegentlich eine Pause machen können. Bewußt wurde dabei die Möblierung so unbequem gestaltet, daß man den Kaffee nur stehend an grauen Resopal-Tresen trinken konnte. Zu einem längeren Verweilen oder gar einem Gespräch über Wesentliches luden diese trüben Ecken nicht ein. Das war natürlich ganz im Sinne der Erfinder, denn, so wurde mir gesagt, nur ein Angestellter, der an seinem Schreibtisch sitzt, macht Umsatz.

Was für den Umgang der Angestellten untereinander gilt, trifft in noch stärkerem Maße auf die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen zu: Formalismus und strategische Erwägungen prägen den Stil aller Mitteilungen. Die Funktion bestimmt Form und Inhalt - und der Mensch muß schauen, wo er bleibt. Er dient der Funktion und nicht umgekehrt.

Ich muß gestehen, ich habe ein anderes Menschenbild. Arbeit hat nur wirklich einen Sinn, wenn die beteiligten Menschen in ihr auch ihre eigene Sinnhaftigkeit entwickeln können. Geld als Ersatzgratifikation befriedigt nicht. Es ist ein Irrtum, zu glauben, man könne sich dann in der Freizeit (oder im Ruhestand) mit dem verdienten Geld wieder sinnvollen Dingen zuwenden. Jahre der funktionalen Nicht-Kommunikation prägen einen Menschen stark, im schlimmsten Falle so stark, daß er den Kontakt zu seiner eigenen Sinnhaftigkeit für immer verliert. Nein. Ein Mensch, der an seinem Arbeitsplatz sinnlos funktionierend vereinsamt, verrichtet keine Arbeit, sondern Fron.

Eine Folge dieser Fron ist Streß. Es wäre ein Irrtum, zu glauben, Streß werde durch besonders hohe Arbeitsanforderungen ausgelöst. Natürlich spielt die Arbeitsbelastung eine gewisse Rolle. Aber wir haben alle die Erfahrung gemacht, daß wir extrem hohe Belastungen gut verkraften, wenn es uns nur sinnvoll erscheint. Und daß uns das Schreiben eines einfachen Briefes entsetzlich nerven kann, wenn wir dazu keine Lust haben oder keinen anderen Sinn darin erkennen können, als Pflichterfüllung.

Streß ist, so meine ich, zu 80% eine natürliche Begleiterscheinung der Sinnentleerung unserer Arbeit. Natürlich macht es Sinn, mit Dienstleistungen oder mit der Produktion nützlicher Güter Geld zu verdienen. Aber dieser Sinn ist häufig kein echter Sinn. Die Arbeit ist hier lediglich ein Mittel zum Zweck. Wenn wir davon ausgehen, daß das natürliche Barometer der Sinnhaftigkeit einer Arbeit die Freude an ihr ist, können wir eine Menge davon ablesen, mit welchen Gefühlen ein Arbeitnehmer morgens zur Arbeit geht. Eine diesbezügliche Umfrage verrät mehr über den Stand der Dinge als jede Unternehmensanalyse.

Wie können wir die verlorene Sinnhaftigkeit der Arbeit wiederherstellen? Die Antwort ist relativ simpel: miteinander sprechen. Und zwar über alles. Die Trennung zwischen beruflichem und privatem Leben ist eine künstliche. Natürlich haben wir am Arbeitsplatz jede Menge funktionale Beziehungen zu Menschen, mit denen wir nicht über alles und jedes sprechen wollen. Aber gewisse Kernbeziehungen sollten nicht fehlen: (zumindest) ein guter Draht nach oben zur nächsten Hierarchieebene, zwei oder drei freundschaftliche Kontakte in der Abteilung und eine prinzipielle und wohlwollende Offenheit zu den unteren Ebenen sind alles, was man an sozialen Verbindungen braucht, um sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen - und um anderen das Wohlsein mit der eigenen Person zu ermöglichen.

Das hindernde Element ist unausgesprochene Angst. Angst ist, besonders in Zeiten des Wandels, die natürlichste Sache der Welt. Lähmend (und blutdrucksteigernd) wird sie erst dann, wenn man niemanden hat, mit dem man über sie sprechen kann. Besonders Manager in gehobenen Positionen neigen dazu, ihre Ängste zu verdrängen und sich mit der unangreifbaren Aura des stets souveränen und kompetenten Funktionsträgers zu umgeben. Manager haben Vorbehalte, Bedenken oder Einwände, gewiß, aber niemals Angst ("Ich bitte Sie!"). Erst wenn man sich etwas näher kennengelernt und Vertrauen gefaßt hat, kommt das Gespräch auf die (ganz natürlichen) Ängste. Aber wen lernt man als Manager in einer gehobenen Position schon "näher" kennen?

In meinen Seminaren lerne ich jede Menge Mitarbeiter näher kennen. Dabei stellt sich heraus, daß in allen Betrieben eine Fülle von Kompetenz und Wissen ungenutzt brach liegt, während gleichzeitig für teures Geld externe Unternehmensberatungen mit der Aufgabe betraut wird, den "Karren aus dem Dreck zu ziehen". Die Hinzuziehung externer Unternehmensberater wird von der Belegschaft immer als Mißtrauensvotum der Geschäftsleitung an sie verstanden. Zurecht. Denn wer könnte besser wissen, was dem Unternehmen weiterhelfen kann, als diejenigen, die es aus eigener und jahrelanger Erfahrung in- und auswendig kennen?

Verrostete Kommunikation führt dazu, daß dieses betriebsinterne Wissen nicht wirksam werden kann. Geführt wird von oben. Das Wissen aber ist mitten drin, und ganz besonders "unten", an den Schnittstellen zu den Lieferanten, zum Material, zum Kunden. Das "betriebliche Vorschlagswesen", das manche Firmen eingeführt haben ist ein formalisierter Kommunikationsersatz, der die Aufgabe, Know-How wirksam zu transportieren, nicht erfüllen kann. Ich plädiere für das Gespräch, für eine Politik der offenen Tür: Es macht einfach einen Unterschied, ob ich einen weiteren Zettel auf dem Schreibtisch liegen habe, oder ob da ein Mensch sitzt, der mir von seiner Idee erzählt.

Kommunikation hat natürlich auch ihre Tücken: Man muß lernen, wie sie funktioniert. Kennt man die Fallstricke nicht, so kann man sich in ihnen verfangen - und wäre dann mit einem einfachen Zettel tatsächlich besser dran, als mit einem wohlgemeinten, aber mißlungenen, Gespräch. Mißlungene Kommunikation neigt dazu, mehr Schaden anzurichten, als Nutzen zu stiften. Aber deswegen, also sicherheitshalber, ganz auf Kommunikation zu verzichten, ist mit Sicherheit der falsche Weg. Dabei ist es gar nicht so schwer. In Seminaren sehe ich immer wieder, wie sich die Ängste (in Fettnäpfchen zu treten, sich eine Blöße zu geben, jemanden zu verletzen) nach und nach lösen - und wie Kommunikation, auch zwischen verschiedenen Hierarchieebenen, ganz einfach wird. Aber es scheint sich noch nicht so recht herumgesprochen zu haben, daß das möglich ist.

Meine Botschaft ist einfach: Echte Kommunikation ist möglich. Und sie lohnt sich. Wer ihr im Betrieb eine Chance gibt, schafft eine Kultur des Vertrauens - und wird dadurch gerade in Zeiten unsicherer Konjunktur immer eine Nasenlänge voraus sein.

Die Kunst der Gesprächsführung

Der feine Unterschied zwischen geführten Gesprächen und bloßem Gerede

Das Führen von Gesprächen gehört zu den verantwortungsvollsten Aufgaben jeder Führungskraft: Von ihrem Gelingen kann viel abhängen. Umso schlimmer ist es, wenn aus Zeitmangel, Unkenntnis einfacher Kommunikationsregeln oder aus Selbstüberschätzung improvisiert wird, anstatt das Gespräch auf eine ergebnisorientierte Weise zu „führen“. Gesprächsführung ist wie reiten: Schlechte Reiter landen dort, wo das Pferd hin will, gute Reiter erreichen ihr Ziel.

Das Gelingen eines Gesprächs hängt von einigen einfachen Voraussetzungen ab:

  • gründliche Vorbereitung bei wichtigen Gesprächen
  • sorgfältige Auswahl von Zeit, Ort und Art der Anbahnung
  • gleiche Augenhöhe der Gesprächspartner
  • eine gute innere Wahrnehmung: bewusste Verwaltung möglicher Optionen
  • gute äußere Wahrnehmung: die Kunst des Zuhörens
  • bewusste Verwaltung von Aussagen, Fragen und Pausen
  • den Zweck des Gesprächs stets im Auge behalten
  • mentale Flexibilität: mitdenken, umdenken
  • emotionale Stabilität: Gelassenheit, Zuversicht, innere Ruhe
  • das Ende des Gesprächs bestimmt den bleibenden Eindruck

Im Training üben die Teilnehmer ihre Achtsamkeit und lernen, den inneren Raum zu verwalten, von dem aus ein gutes Gespräch geführt werden muss. Sie üben sich im Zuhören, in mentaler Flexibilität, in der Kunst, Überflüssiges wegzulassen und das Wesentliche im Auge zu behalten, Fragen zu stellen, flexibel zu antworten und Pausen nicht nur auszuhalten, sondern zu verstehen und zu nutzen. Das Training ist eine gemeinsame Erforschung all dieser Aspekte, zumeist in Übungsgesprächen: in ihnen sammeln die Teilnehmer Erfahrungen, die ihnen in der späteren Praxis helfen.

Nutzen des Trainings

  • gut vorbereitet und entspannt in schwierige Gespräche gehen
  • klar zwischen bewusster Gesprächs-Führung und Gerede unterscheiden
  • die Feinheiten der inneren Achtsamkeit kennen und nutzen
  • selbst in schwierigen Gesprächen einen klaren Kopf bewahren
  • höhere Ansprüche an Gespräche stellen und mehr Freude an ihnen haben

Zielgruppe: Mitarbeiter und Führungskräfte, die ihre Gesprächsführung verbessern wollen. Maximal 12 Teilnehmer

Dauer des Trainings: 2 Tage

In-house auf Anfrage, als offenes Seminar beim ZFU (siehe "Weblinks")

Artikel von George Pennington zu diesem Training:
Psychologie der Gesprächsführung
Miteinander sprechen (ein Essay über Kommunikation im Betrieb)

Bei der ZfU-International Business School (Thalwil, CH) bietet George Pennington ein offenes Seminar zu diesem Thema an. Es trägt den Titel Die Kunst der Gesprächsführung.

Umgang mit Stress

Unter Druck leistungsfähig und gesund bleiben

Ein Seminar, das Stress und Burnout vorbeugt

Die Fülle hochkomplexer Aufgaben, die den Arbeitsalltag ausmachen, setzen uns unter hohen Druck. Das kann aufregend und befriedigend sein - wenn man sich nicht auch noch selber unter Druck setzt ohne es zu merken. Im Seminar lernen die Teilnehmer, wie sie diese Falle vermeiden, Energie sparen und verborgene Energiereserven anzapfen können. Neben der Arbeit profitiert von diesem Seminar auch das Familienleben.

Es geht um folgende Themen:

  • Die "weiche" Achtsamkeit - Überblick aussen und innen
  • Die Haltung des Samurai - Gelassenheit auch bei hoher Komplexität
  • Die Innenwahrnehmung - Grundpfeiler des Selbstmanagements
  • Äusserer Druck - Innerer Druck - den inneren Druck verringern
  • Gestörte Bedürfnisse - Dinge, die auf der Strecke bleiben
  • Die Entspannungsroutine - körperlich, geistig
  • Körperliches Wohl-Sein - die innere Mitte (home ground)
  • Der Denktunnel - und wie man aus ihm aussteigt
  • Der Wert der Pause - kurz, aber mit System
  • Emotionaler Stau - ein unauffälliger Energiefresser
  • Perfektionismus - als innerer und sozialer Druck
  • Die lange Bank vermeiden - entscheiden Sie JETZT
  • Negativer emotionaler Aufwand - bringt inneren und sozialen Stress
  • Der innere Raum in Gesprächen - will gut verwaltet sein
  • Meditation - Geistesschulung und Quelle der Gelassenheit

In anschaulichen Flipchartpräsentationen, Übungen und Lernspielen werden diese Themen nicht nur verständlich, sondern erlebbar gemacht. Die Teilnehmer nehmen "Hausaufgaben" mit zur Umsetzung in ihrem Alltag.

Training: 2,5 - 3 Tage

Inhouse, auf Anfrage

Impulsvortrag: 1,5 Stunden

Artikel: Unter Druck souverän handeln

Für dieses Training hat ZfU-International Business School George Pennington 2004 den "Teaching Award in Gold" sowie den "Outstanding Teaching Award" verliehen.

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